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Carolyne – ein afrikanisches Patenkind (Artikel 07/2009)

Als die heutigen Klassen 3 a, b und c eingeschult wurden, schlugen wir, die Klassenlehrerinnen Frau Andrees, Frau Ogiolda und Frau Juhász den Eltern und Kindern vor, ein afrikanisches Patenkind während der Grundschulzeit zu begleiten. Es war uns wichtig, den frischgebackenen Schulkindern zu vermitteln, dass Schulunterricht und die damit verbundene Bildung etwas sehr Kostbares sind. Für deutsche Kinder eine Selbstverständlichkeit, etwas, das sogar manchmal mit den Worten „zur Schule gehen müssen“ einen nicht ganz so positiven Charakter erhält. Bildung bedeutet, sich behaupten zu können, mitreden zu können, für den Lebensunterhalt sorgen zu können und auch, Verantwortung für sich übernehmen zu können.

Schulbildung ist nicht für alle Kinder dieser Erde selbstverständlich. In Afrika besuchen nur wenige Kinder die Schule. Die katholische Kirche St. Marien schmerzhafte Mutter in Flensburg betreut ein Patenkind-Projekt und ermöglicht vielen Kindern den Besuch einer Schule, sorgt für Kleidung und Mahlzeiten und unterstützt die Kinder auch noch bis zur Ausbildung.

In Absprache mit der Elternschaft unseres Jahrganges bemühten wir uns um die Übernahme einer Patenschaft für ein kleines Mädchen, das im Alter unserer Schüler ist.

Es war uns wichtig, die Kinder in die Struktur der Patenschaft einzubinden. Es galt, für ein laufendes Schuljahr etwa 240 Euro zu sammeln. Die Kinder bereiteten gemeinsam ein Klassenstufenkonzert vor, das sehr erfolgreich verlief. Im ersten Schuljahr wurde aufgeführt, was im Musikunterricht erarbeitet worden war. Im zweiten Schuljahr hieß es dann: Jambo Bwana! Das ist Suaheli und heißt: Hallo, guten Tag! Neben afrikanischen Liedern präsentierten die drei Klassen Arbeiten zum Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns. Es schlichen fauchende Löwen durch die Aula, Elefanten tanzten behäbig einen Walzer, Fische machten mehrere Aquarien unsicher und widerspenstige Esel kämpften gegen den Führstrick.

In der dritten Klasse waren alle drei Klassen im Mai 2009 miteinander auf Klassenfahrt. Die Reise ging nach Föhr – hier entstanden viele Eindrücke, Fotos und Lieblingslieder, die uns während der Klassenfahrt begleiteten. Unser Konzert für Carolyne war also von diesen Erlebnissen geprägt. Während eine Diashow anzusehen war, lasen die Kinder und Lehrer Erlebnisberichte vor, sangen Lieder und spielten an den Stabspielen.

Auch im nächsten Jahr wollen wir mit einem neuen Konzert für unser Patenkind Carolyne sammeln, um ihr ein weiteres Grundschuljahr zu ermöglichen, damit auch ihr Leben nach unserem Motto verläuft: Hakuna Matata – Es gibt keine Schwierigkeiten und Sorgen!

- Frau Juhász -